Psychoneuroimmunologie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die äußere Wissenschaft kann zwangsläufig nur den [[Physischer Leib|physischen Leib]] und den Einfluss [[sinnlich]] fassbarer oder [[messbar]]er Faktoren untersuchen. Aus [[Anthroposophie|anthroposophischer]] Sicht müssen neben dem [[Physischer Leib|physischen Leib]] aber auch die höheren [[Wesensglieder]] des [[Mensch]]en, deren Tätigkeit sich in den physischen [[Organ]]en widerspiegelt, mit einbezogen werden. Das [[Drüsensystem]] ist der unmittelbarste physische Ausdruck des [[Ätherleib]]s, der eigentliche Träger der [[Leben]]s und damit auch der [[Heilkräfte]] ist. Im Nervensystem wirkt am stärksten der [[Astralleib]]. Das [[Ich]], die einzigartige [[Individualität]] des Menschen, bildet den Mittelpunkt der [[Seele]], wobei sich diese wiederum in drei unterschiedliche [[seelische Wesensglieder]], die durch die, allerdings weitgehend [[Unterbewusstsein|unbewusste]] Tätigkeit des Ich ausgebildet werden. Die [[Empfindungsseele]], das in gewissem Sinn niederste seelische Wesensglied, entsteht, indem das Ich mehr oder weniger unbewusst den Astralleib umwandelt. Durch die Arbeit des Ich am [[Ätherleib]] bildet sich die [[Verstandes- oder Gemütsseele]] und durch die - natürlich nur sehr zarte - Umwandlung des physischen Leibes entfaltet sich die [[Bewusstseinsseele]]. Je mehr der Mensch durch [[Selbsterziehung]] an diesen seelischen Wesensgliedern arbeitet, desto wirksamer werden auch die [[Selbstheilungskräfte]], die das Immunsystem stärken. Durch die [[Furcht vor Ansteckung|Furcht vor der Ansteckung]] wird es hingegen geschwächt. [[Angststörung]]en führen nachweislich zu einer verringerten Produktion von [[Lymphozyten]], die für die [[Immunabwehr]] unerlässlich sind.<!-- Quelle? -->
  
 
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Aktuelle Version vom 27. März 2020, 01:08 Uhr

Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das die Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems untersucht und damit die wissenschaftliche Basis für das Verständnis psychosomatischer Phänomene schafft. Ergänzend bezieht die Psychoneuroendokrinologie (PNE) darüber hinaus auch das Hormonsystem mit ein.

Physiologische Grundlagen

Physiologisch beruhen psychoneuroimmunologische bzw. psychoendokrinologische Wechselwirkungen darauf, dass Botenstoffe des Nervensystems auf das Immunsystem und Hormonsystem und umgekehrt auch Botenstoffe des Immunsystems und Hormone auf das Nervensystem wirken. Schnittstellen der Regelkreise sind das Gehirn mit der Hirnanhangdrüse, die Nebennieren und die Immunzellen. Beispielsweise besitzen Neuropeptide die Eigenschaft, an Immunzellen anzudocken und z. B. sowohl die Geschwindigkeit als auch die Bewegungsrichtung von Makrophagen zu beeinflussen.

Geisteswissenschaftliche Grundlagen

Die äußere Wissenschaft kann zwangsläufig nur den physischen Leib und den Einfluss sinnlich fassbarer oder messbarer Faktoren untersuchen. Aus anthroposophischer Sicht müssen neben dem physischen Leib aber auch die höheren Wesensglieder des Menschen, deren Tätigkeit sich in den physischen Organen widerspiegelt, mit einbezogen werden. Das Drüsensystem ist der unmittelbarste physische Ausdruck des Ätherleibs, der eigentliche Träger der Lebens und damit auch der Heilkräfte ist. Im Nervensystem wirkt am stärksten der Astralleib. Das Ich, die einzigartige Individualität des Menschen, bildet den Mittelpunkt der Seele, wobei sich diese wiederum in drei unterschiedliche seelische Wesensglieder, die durch die, allerdings weitgehend unbewusste Tätigkeit des Ich ausgebildet werden. Die Empfindungsseele, das in gewissem Sinn niederste seelische Wesensglied, entsteht, indem das Ich mehr oder weniger unbewusst den Astralleib umwandelt. Durch die Arbeit des Ich am Ätherleib bildet sich die Verstandes- oder Gemütsseele und durch die - natürlich nur sehr zarte - Umwandlung des physischen Leibes entfaltet sich die Bewusstseinsseele. Je mehr der Mensch durch Selbsterziehung an diesen seelischen Wesensgliedern arbeitet, desto wirksamer werden auch die Selbstheilungskräfte, die das Immunsystem stärken. Durch die Furcht vor der Ansteckung wird es hingegen geschwächt. Angststörungen führen nachweislich zu einer verringerten Produktion von Lymphozyten, die für die Immunabwehr unerlässlich sind.

Entwicklung der Psychoneuroimmunologie bzw. - endokrinologie

Psychoneuroimmunologische Wechselwirkungen wurden bereits 1878 von Louis Pasteur (1822-1895) vermutet, nachdem ihm aufgefallen war, dass Hühner unter Stressbelastung eine höhere Infektionsanfälligkeit aufweisen.[1] 1957 wiesen A. F. Rasmussen et al nach, dass Stress bei Mäusen die Anfälligkeit für Infektionen mit Herpes simplex erhöht.[2]

Der entscheidende Durchbruch für die Psychoneuroimmunologie kam als der US-amerikanische Psychologe Robert Ader (1932-2011) zusammen mit dem Immunologen Nicholas Cohen von der University of Rochester (US-Bundesstaat New York) die klassisch-konditionierte immunsuppressive Wirkung von Cyclophosphamid entdeckte.[3] Etwa zur gleichen Zeit berichteten Hugo Besedovsky, Adriana del Rey und Ernst Sorkin multidirektionale Interaktionen zwischen Immun-, Nerven-, und endokrinem System und zeigten, dass nicht nur das Gehirn Immunprozesse steuert, sondern auch umgekehrt Immunreaktionen neuroendokrine Mechanismen beeinflussen können.[4][5][6] Sie identifizierten auch Immunzellenprodukte, später Zytokine genannt, die Kommunikation zwischen Immunsystem und Gehirn vermitteln.[6][7]

Siehe auch

Literatur

  •  Norbert Müller: Psychoneuroimmunologie psychiatrischer Erkrankungen. Untersuchungen bei Schizophrenie und affektiven Psychosen (= Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie). Springer, Berlin, Heidelberg, New York, Barcelona, Budapest, Hong Kong, London, Mailand, Paris, Tokyo 1995, ISBN 978-3-540-59459-8.
  • J. Hennig: Psychoneuroimmunologie. 1998, ISBN 3-8017-1205-2.
  • Rainer H. Straub: Vernetztes Denken in der biomedizinischen Forschung. Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie. 2005, ISBN 3-525-45050-8.
  • Manfred Schedlowski, Uwe Tewes: Psychoneuroimmunologie. Spektrum Akademischer Verlag, 1996, ISBN 3-86025-228-3.
  • Niels Birbaumer, Robert Franz Schmidt: Biologische Psychologie. 7., überarb. und erg. Auflage. 2010, ISBN 978-3-540-95937-3.
  • Christian Schubert: Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. Schattauer Verlag, 2011, ISBN 978-3-7945-2700-7.
  • Ulrike Ehlert, Roland von Känel (Hrsg.): Psychoendokrinologie und Psychoimmunologie. Springer Verlag, 2011, ISBN 978-3-642-16963-2.
  • Schubert, Ch. (2016). Was uns krank macht – Was uns heilt: Aufbruch in eine Neue Medizin. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele besser verstehen. Fischer & Gann, Bielefeld, ISBN 978-3-903072-17-6
  • Dröge, Anette: Fühlen ist gesund – Heilung durch Balance von Körper, Seele und Immunsystem, Fischer & Gann, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-903072-82-4

Weblinks

Einzerlnachweise

  1. L. Pasteur, J. Jourbert, R. Chamberland: Le charbon des poules. In: Compt Rend Acad Sci. 87, 1878, S. 47.
  2. A. F. Rasmussen, J. T. Marsh, N. Q. Brill: Increased susceptibility to herpes simplex in mice subject to avoidance learning stress or restraint. In: Proceedings of the Society for Experimental Biologie and Medicine. 96, 1957, S. 183.
  3. R. Ader, N. Cohen: Behaviorally conditioned immunosuppression. In: Psychosomatic medicine. Band 37, Nummer 4, 1975, S. 333–340, ISSN 0033-3174. PMID 1162023.
  4.  H. Besedovsky, E. Sorkin, D. Felix, H. Haas: Hypothalamic changes during the immune response. In: European Journal of Immunology. 7, Nr. 5, 1977, ISSN 0014-2980, S. 323–325, doi:10.1002/eji.1830070516, PMID 326564.
  5.  H. Besedovsky, A. del Rey, E. Sorkin, M. Da Prada, R. Burri: The immune response evokes changes in brain noradrenergic neurons. In: Science (New York, N.Y.). 221, Nr. 4610, 5. August 1983, ISSN 0036-8075, S. 564–566, PMID 6867729.
  6. 6,0 6,1  Hugo O. Besedovsky, Adriana Del Rey: Physiology of psychoneuroimmunology: a personal view. In: Brain, Behavior, and Immunity. 21, Nr. 1, 2007, ISSN 0889-1591, S. 34–44, doi:10.1016/j.bbi.2006.09.008, PMID 17157762.
  7.  H. Besedovsky, A. del Rey, E. Sorkin, C. A. Dinarello: Immunoregulatory feedback between interleukin-1 and glucocorticoid hormones. In: Science (New York, N.Y.). 233, Nr. 4764, 8. August 1986, ISSN 0036-8075, S. 652–654, PMID 3014662.
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